Allgemein über Huchen und Äschen - Antun Mateš: Der Verzauberte Angler

Allgemein über Huchen und Äschen und ihre Gebiete

Perfekte Form eines Huchens.

Das berühmte Bild von Remzija Krkaliæ mit einem 36 kg schweren Stück, das er im fernen Jahr 1939 an der Drina fing.

In allen Veröffentlichungen von Büchern von Zdravko Thaller verzauberten mich die Bilder und Abbildungen von Fischen gerade vom Flu3 Drina, insbesondere das Photo von Remzija Krkjaliæ mit einem 36 Kilogramm schweren Huchen aus dem Jahr 1940. Wenn wir vom Hauptflu3 der Huchen, der Donau mit ihren deutschen Nebenflüssen ausgehen , uns flu3abwärts zu den slowakischen, tschechischen. mährischen und ukrainischen Flüssen Vah, Hornad, Orava, Turiec, Hron, March, Dya und Tei3 bewegen, gelangen wir zur Mündung des Flusses Drau, die durch den Fang besonderer Prachtexemplare im österreichischen Spittal bekannt wurde, worüber aber später noch einiges gesagt werden soll. Der Flu3 Pruth , mit seinem Nebenflu3 Èeremoš, der die Karpaten umflie3t und knapp vor der Donaumündung ins Schwarze Meer noch in die Donau mündet, ist eigentlich das letzte Stammgebiet der Huchen. Einige Autoren vertraten sogar die Theorie, da3 die Huchen aus Pruth und Èeremoš eine eigene Restart sind, gewisserma3en das fehlende Glied in der Kette, die zum sibirischen Tajmen führt. Man vertrat die Meinung, der Huchen sei nur ein Tajmen in der Donau. Dies wird damit erklärt, da3 der sibirische Tajmen, den es im gesamten Einzugsbereich des Schwarzen Meeres gibt, aus unbekannten Gründen aus den Flüssen Dniestr und Don verschwunden ist. So war der Donauraum isoliert, und der Hucho tajmen wurde zur Reliktform Hucho hucho. Natürlich führte die mehrjährige Isolierung der sibirischen Weiten mit den riesigen Flüssen ungerechterweise dazu, da3 der Tajmen für europäische Zoologen und Ichthiologen nur schwer zugänglich war, und so rückte der Huchen in den Vordergrund.

Ein ungewöhnlich dickes Weibchen aus der Una bei Tanac, es ist 114 cm lang, aber 17,5 kg schwer.

Dank seinem Lebensraum in den riesigen sibirischen Flüssen wird der Tajmen mit seinen fast 100 kg im Vergleich zum Huchen weitaus grö3er und schwerer, aber durchaus respektgebietende Exemplare der Huchen aus der Drau, wo schon 30 oder mehr Kilo schwere Riesen gefangen wurden, lassen die Huchen den sibirischen Verwandten gegenüber durchaus nicht als unterlegen erscheinen. Die Huchen können gefangen werden, nachdem sie geschlechtsreif, laichfähig und etwa 70 cm lang und bis zu 3,5 kg schwer sind. Der etwa ein Jahr alte Huchen ist 15-20 cm lang. Mit zwei Jahren sind die Huchen 30-40 cm lang, und fünfjährige Huchen haben eine Länge von 70-75 cm. Wenn sie das häufig erwünschte Ma3 von 83-100 cm erreicht haben, sind sie durchschnittlich 8 Jahre alt. Die Huchen tragen verhältnismä3ig wenig Rogen, und so werfen sie im ersten Laichjahr durchschnittlich 2.500 bis 3.000 Eier aus. Allgemein herrscht die Ansicht, da3 bei geschlechtsreifen Weibchen pro Kilogramm etwa 1.000 Eier ausgeworfen werden, und so trägt ein etwa 6 kg schweres Weibchen 5000-6000 Rogen. Ältere 15-20 Jahre alte Weibchen sind 125-150 cm lang, angeblich steril, oder sie geben Laich mit hoher Sterblichkeitsrate, was wegen der geringen Anzahl gefangener Exemplare diesen Alters nicht wissenschaftlich belegt ist. Das Gewicht des Fisches hängt von den Bedingungen und dem Zeitpunkt des Wiegens ab, so da3 die Messungen nach Zentimetern relevanter erscheinen. Einer meiner Huchen aus der Kupa war 114 cm lang, wog 12 kg, einer mit der gleichen Länge aus der Dobra 14 kg, und einer aus der Una, den ich am 3. Januar 1982 dort gefangen hatte, war ebenfalls 114 cm lang, wog aber mehr als 17 kg. In seinem Bauch hatte er zwei fast noch ganz frische Barben, die je ein Kilogramm wogen und eine 1 kg schwere Nase, und mit diesem bereits vollen Magen stürzte sich der Fisch auf meinen Köder, was von der Verfressenheit der Huchen zeugt.

Der Nahrungsopportunismus der Huchen wird aus dem gierigen Fang einer kleineren Ente ersichtlich, die ein 18 kg schwerer Huchen aus der Una verschlungen hatte.

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