Sana und Sanica - Antun Mateš: Der Verzauberte Angler

Sana und Sanica

Die reiche Quelle der Sanica ist nur ein Ursprung zahlreicher bosnischer ausgezeichneter Salmonidengewässer.

Eine Geschichte für sich sind die Fischfanggebiete am Flu3 Sana, die wiederum rechterhand in Bosanski Novi in die Una flie3t. Bewegt man sich zur Quelle der Sana, sollte man die Stra3e von Bihaæ nach Bosanski Petrovac nehmen, von der eine rechte Abzweigung über Drvar nach Knin führt, und nach etwa einer Fahrstunde kommt man geradewegs von Petrovac aus nach Kljuè. Hier ist die Sana bereits ein durchaus ernst zu nehmender Flu3, die etwas weiter flu3aufwärts den ausgezeichneten Äschenbach Ribnik aufgenommen hat. Ich bin gerne zum Angeln her gekommen, denn mein Freund Jeren hatte einmal bei einem sommerlichen Fischfang mit einer etwas grö3eren Forelle an der Angel bald einen etwa 20 kg schweren Huchen vor sich. Ununterbrochen erzählte er aufgeregt von diesem Ereignis, und so machten wir uns mehrere Male zu diesem Ort auf, um diesen Fisch vielleicht neuerlich zu sehen. Natürlich hatte er die Wanderschaft der gro3en Fische im Winter in niederere Flu3gebiete nicht in Betracht gezogen, wo Fische im Überflu3 herumschwimmen, die gro3en also rascher Nahrung aufnehmen, denn wenn man liebt, denkt man- ob Mensch oder Fisch- nicht ans Essen . Die Gebiete sind wunderbar, insbesondere für Äschen, aber ich mit meiner noch geringen Erfahrung als Äschenangler hatte keine Lust auf eine mehrere Tage dauernde Angeltour, ich hatte im Sommer genug davon an der Dobra gefangen.

Huchen aus Sanica

Huchen gelten in Kroatien eigentlich als Winterfisch, und so zog ich im Sommer nicht an diesen oberen Teil der Sana, und im Winter ging es meist flu3abwärts nach Sanski Most, wohin man aus der Richtung Dvor und Bosanski Novi gelangt, und hier befindet sich auf dem Weg nach Prijedor der Ort Blagaj, einst Sitz der berühmten kroatischen Fürsten Baboniæ, die bis 1465 und bis zu den Einfällen der Türken die Herren von Otoka, Bosanska Krupa und des gesamten Gebietes waren. Gerade bei Blagaj flie3en Sana und der gute salmonidenreiche kleine Flu3 Japra zusammen. Ich habe schon erwähnt, da3 in Prijedor wie in Drvar aus politischen gründen ein Zellulosewerk gegründet worden war, die aus der Sana einen ekelhaften, stinkenden Kanal gemacht hat ,der dann auch die Una vergiftete. Dennoch ging ich bei einer der seltenen Sommertouren mit Pažur an diese Gewässer, um in der Sanica nach Äschen zu angeln. Man konnte nurt schwer dorthin gelangen, da die Wege meist zum Verzweifeln waren, aber das Ziel Sanica Gornja war in der Tat ein wahres Unterfangen. Das österreichische Kaiserreich hat Bosnien flei3ig mit einem Stra3en- und Bahnnetz versorgt, und so keuchte eine Schmalspurbahn mit Dampflok mit dem Namen Æiro eifrig und hartnäckig durch Talengen und Tunnels, brachte die Reisenden von Sanski Most zu den Dörfern Sanica Donja und Sanica Gornja und gelangte schlie3lich ins ferne Drvar.

Das Panorama von Sanski Most. Die Gegend wird der neuen,gro3artigen Moschee mit ihren vier Minaretten dominiert.

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